Mut und Team

Bad Neustadt (mg) „Allein schafft man nur wenig, aber gemeinsam sind wir stark“ zu dieser weitreichenden Erkenntnis kamen die Fünftklässler der Mittelschule Bad Neustadt bei „ihren Kennlerntagen“. Mut und Team heißt das ein Baustein der Einsteigertage, die seit einigen Jahren von der Schule gemeinsam mit dem Biosphärenreservat Rhön, der Regionalstelle für kirchliche Jugendarbeit, der Erziehungsberatung und der Schulsozialarbeit auf die Beine gestellt werden. Die 57 Mädchen und Jungen der drei fünften Klassen, die das komplette Programm an unterschiedlichen Tagen erlebten, zeigten sich hinterher begeistert von den vielfältigen Aktionen. „Nach den Sommerferien kommen viele neue Kinder aus unterschiedlichen Gemeinden - und mehr und mehr unterschiedlichen Ländern - zu uns. sagt Silke Elzenbeck, die Sozialarbeiterin der Mittelschule. „Unser Ziel ist es, dass sich die Kinder hier an ihrer neuen Schule wohlfühlen und eine gute Klassengemeinschaft aufbauen. Spielerisch sollen Kooperation gefördert und Konflikte verhindert werden, man sich gegenseitig helfen und achtsam sein“. Dies alles wurde besonders geschult beim Spiel „Schwarzes Moor“ von dem Joshua berichtet. „Wir mussten zu zweit oder zu dritt auf Holzscheiben stehen und die freien weiterreichen. Zudem kamen Trolle oder böse Feen, um uns die Scheiben abzunehmen, wer abgestiegen ist, war ausgeschieden. Erst waren wir in zwei Gruppen eingeteilt, dann haben wir aber festgestellt, dass wir in einer großen Gemeinschaft viel weiter gekommen sind“, so der Schüler der Klasse 5b. Beeindruckt waren die Kinder auch von der Aktion, auf einem straffen Tuch ein Glas Wasser von der Aula über die Treppen und durch schmale Türen heil ins Klassenzimmer zu balancieren. „Wir mussten alle konzentriert das Tuch straff ziehen und einer nach dem anderen schauen, damit nichts ausläuft oder das Glas herunterfällt“ beschreiben Sophia und Isabell die Situation. Auch beim Spinnennetz war die Gemeinschaft gefragt, „jeder hat mit gleicher Kraft das Seil festgehalten, damit die Nina – eine Mitarbeiterin des Biosphärenreservats - nicht auf den Boden knallt“ erzählt Laura. Und Leonie fügt hinzu „Am Anfang haben immer alle durcheinander geredet, bis der Maik ein Kind bestimmt hat, das dann das Spiel erklärt hat und alles funktioniert“. Für die Schüler ist nach den drei Tagen klar, dass die Klassengemeinschaft verbessert wurde und man sich viel besser kennengelernt hat. „Wir sind wie kleine Schräubchen, die ein großes Ganzes zusammenhalten. Und wenn eine Schraube fällt, dann stürzt das ganze Gefüge zusammen“, brachten es die Kinder auf den Punkt“. „Schade, dass wir dieses Projekt nächstes Jahr nicht mehr durchführen können, so lautete das einhellige Fazit.